Almanya - Willkommen in Deutschland
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Durchschnittliche Kundenbewertung:(46 Kundenrezensionen )
Produktbeschreibung
Bin ich Deutscher oder Türke? Das ist die Frage, die sich nicht nur der 6-jährige Cenk (Rafael Koussouris) an seinem ersten Schultag stellt, als er beim Fußballspiel auf dem Schulhof weder von den türkischen noch den deutschen Mitschülern in die Mannschaft gewählt wird. Auch seine 25-jährige Cousine Canan (Aylin Tezel) steht zwischen diesen beiden Welten und weiß nicht, wie sie ihrer Familie erklären soll, dass sie mit ihrem englischen Freund ein Kind erwartet.
Für Canans Großvater Hüseyin (Vedat Erincin), der vor 45 Jahren nach "Almanya" kam, ist Deutschland jetzt längst zur Heimat der Familie geworden. Eines Abends beim Familientreffen überrumpelt er seine Lieben mit der überraschenden Nachricht, er hätte in der Türkei ein Haus gekauft und wolle nun mit allen Familienmitgliedern in seine alte Heimat reisen. Widerspruch duldet er nicht.
Einige Tage später bricht die ganze Familie wohl oder übel in Richtung Türkei auf. Erinnerungen an die Zeit des Aufbruchs aus der alten Heimat werden lebendig und Cenk erfährt, wie sein Großvater in den 1960er Jahren als einer der ersten Gastarbeiter nach Deutschland kam, wenige Jahre später seine Frau Fatma und die drei Kinder zu sich holte und wie die Familie Deutschland als fremdes und faszinierendes Land erlebte.
Doch dann nimmt die Reise eine unerwartete Wendung - und alle Familienmitglieder müssen sich die Frage nach ihrer
Produktinformation
- Verkaufsrang: #397 in DVD
- Marke: TEZEL AYLIN
- Erscheinungsdatum: 2011-10-13
- Bewertung: Freigegeben ab 6 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
- Formate: PAL, Widescreen
- Untertitel in: Deutsch, Türkisch
- Länge: 97 Minuten
Features
- Medium: DVD
- Regie: Yasemin Samdereli
- Laufzeit: ca. 97 Minuten
- Label: Concorde Home Entertainment
- Bildformat: 2.35:1
Beschreibung
VideoMarkt
Mitte der Sechzigerjahre kamen Hüseyin Yilmaz und seine Familie aus der Türkei nach Deutschland: Zur ersten Welle der Gastarbeiter zählend, wird es ihnen nicht immer leicht gemacht. 40 Jahre später ist das einstmals fremde Land jedenfalls für die Kinder und Enkel zur Heimat geworden. Nachdem der Patriarch bei einem Essen seine Lieben mit der Nachricht überrascht, ein Haus in der Türkei gekauft zu haben, muss die Sippe mit zum Umbau in die Pampa fahren. Die Reise voller Streitereien und Versöhnung nimmt eine tragische Wendung.
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Die fröhlich-herzliche Multikultikomödie über 40 Jahre Deutschland aus der Sicht türkischer Gastarbeiter beruht teilweise auf eigenen Erfahrungen der Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli, die in dieser Generationen übergreifenden Familiengeschichte gewitzt und gekonnt sämtliche Vorurteile durch den Kakao ziehen. Während die erste Hälfte die Zuschauer zum Lachen bringt, dürfen in der zweiten die Tränen fließen. Einer der großen Kinopublikumserfolge des ersten Halbjahrs 2011.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Fröhlich-herzliche Multikultikomödie um einen türkisch- deutschen Familienverband, der auf die Probe gestellt wird, als der Patriarch in die Türkei zurück will.
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
48 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wir riefen Arbeitskräfte und es kamen Menschen.
Von Thomas Knackstedt
Dieses Max Frisch-Zitat trifft auf den Punkt, was die Samdereli Schwestern mit ihrem Film -Almanya- ausdrücken wollen. Herausgekommen ist, jedenfalls wenn sie mich fragen, eine der schönsten Familiengeschichten, die jemals auf der Leinwand erzählt wurden. -Almanya- startet als rasante, verspielte Komödie, bis der Film nach ca. einer Stunde die Abfahrt in ein tief bewegendes Familienschicksal nimmt. All das wird mit unglaublich viel Liebe, Freundschaft, Hoffnung und einem zwinkernden Auge phantastsich erzählt. Selten wurde das Thema Integration mit mehr Herzblut an den Mann/die Frau gebracht als in diesem Glücksgriff aus dem DVD-Regal.
Cenk ist frustriert. In der Schule landet er beim Wählen der Fussballmannschaft mal wieder in der Türken-Elf, obwohl sich Cenk als Deutscher fühlt. Und beim Aufzeigen der Heimat ist Anatolien nicht mal mehr auf der Europakarte vorhanden. Da fragt sich der kleine Mann: Wer bin ich eigentlich? Er soll schnell Antwort bekommen. Seine Großeltern Fatma und Hüseyin Yilmaz sind gerade eingebürgert worden. Fatma freut sich riesig, Hüseyin ist skeptisch. Als die Einbürgerung gefeiert werden soll, überrascht Hüseyin seine Familie mit einem Hauskauf in der Türkei und einem gemeinsamen Urlaub, um das Haus zu renovieren. Das stößt auf gemischte Reaktionen. Doch die Familie macht sich auf den Weg in die alte Heimat. Dabei erzählt die Enkelin Canan dem kleinen Cenk die Geschichte der Familie Yilmaz. Vom Leben in Anatolien, Hüseyins Ankunft als 1.000.001 Einwanderer in Deutschland im Jahr 1964, den Schwierigkeiten beim Anfang im fremden Land, dem Nachholen der Familie und allem, was das Leben der Yilmaz so einzigartig macht. So lernt Cenk nicht nur ein neues Land, sondern auch eine irgendwie neue Familie kennen...
-Almanya- ist schlicht und einfach hervorragend gemachtes Kino. Wie Yasemin Samdereli die Fäden der Geschichte zu einem dichten Teppich aus Spaß, Geschichte und Zusammenhalt verknüpft, das ist ganz großes Kino. Egal, ob sie mit Rückblenden die jungen Jahre von Yilmaz und Fatma einfängt, oder aber im Stil eines Foto-Klick-Kastens Bilder der Vergangenheit heraufbeschwört. Wenn Hüseyin im Ausländeramt den drohenden deutschen Schatten über sich sieht oder die anatolischen Freunde den Yilmaz erklären, dass die Deutschen Menschen opfern, dreckig sind, nur Kartoffeln essen und es ständig kalt ist. Es sind diese Vorurteile, die Angst vor dem Fremden und die wechselnde Perspektive der Beobachtungsseite, die -Almanya- perfekt trifft. Auch der Kniff, die deutsche Sprache als Kauderwelsch zu präsentieren, während wir alle türkisch gesprochenen Worte verstehen ist so kreativ wie unglaublich gut gelungen. Ganz nebenbei heften die Samderelis ihrem Integrationsmärchen noch ein paar Originalaufnahmen aus den 60er Jahren an.
Zum Schluss sind da noch die Schauspieler. Da fast alle Charaktere doppelt(jung und alt) besetzt sind, habe ich mir eine Aufzählung erspart. Die Besetzungsliste ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Da sitzt jede Miene und passt jeder Dialog. Von meiner Warte aus herauszuheben ist vielleicht Vedat Erincin. Wie er den türkischen Opa Hüseyin spielt, dass ist so wunderbar und märchenhaft gelungen, dass es eine wahre Freude ist, ihm bei der Arbeit zuzuschauen.
Habe ich mich genügend ausgelassen? Ich hoffe ja. Wenn dabei mehr eine Werbung als eine Rezension für -Almanya- herausgekommen sein sollte, nehme ich das gern in Kauf. 97 Minuten perfekte Unterhaltung, die man genießen darf, um zu lachen, zu weinen und sich Gedanken zu machen, sollten es wert sein beworben zu werden. Insofern gibt es heute von mir die absolute Empfehlung, sich den Film der Samdereli-Schwestern anzusehen. Sollte er sie nur halb so gut unterhalten wie mich, glauben sie mir, dann hat sich das schon gelohnt. Viel Spaß dabei.
47 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Klasse
Von T. Becker
Für mich ist dieser Film einer der besten "deutschen" Produktionen, die ich jemals gesehen habe. Er ist warmherzig, menschlich und sehr humorvoll. Viele Klischees von Deutschen über Türken und umgekehrt werden auf eine sehr schöne Art beschrieben ohne lächerlich zu sein. Die Idee mit der Sprachenverdehung ist wirklich genial. Vielleicht auch ein Film für Schulen mit einem hohen Migarationshintergund....
26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Einfallsreich und echt
Von picard
Der Film ist absolut sehenswert und das nicht nur einmal! Vorurteile, Fremdheit, Heimat, Zugehörigkeit, kulturelle Eigenheiten...dies und noch viel mehr findet in diesem Film eine brillante und einfallsreiche Umsetzung. Mit Humor lachen mal die Einen, mal die Anderen über sich selbst. Die beste Art das ernst zu nehmen worum es geht.