Lost - Die komplette sechste Staffel (5 Blu-rays) [Blu-ray]
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Durchschnittliche Kundenbewertung:(88 Kundenrezensionen )
Produktbeschreibung
In der letzen und wohl spannendsten Staffel der gefeierten Mystery-Serie wird endlich das heißersehnte Rätsel um den Absturz des Oceanic-Fluges 815 gelüftet. Die Explosion der Wasserstoffbombe hat enorme Auswirkungen auf jeden, der mit der mysteriösen Insel in Verbindung steht: Realitäten verschieben sich, und für Sawyer, Hurley, Miles, Jack, Kate, Juliet, Jin und Sayid beginnt ein erneuter Zeitsprung ins Jahr 2007. Begeben Sie sich ein letztes Mal in die geheimnisvolle Welt der Insel und seien Sie hautnah dabei, wenn die Überlebenden gegen ihr eigenes
Produktinformation
- Verkaufsrang: #3891 in DVD
- Erscheinungsdatum: 2010-12-02
- Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
- Untertitel in: Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Niederländisch, Türkisch, Arabisch
- Länge: 795 Minuten
Features
- Jahr: 2009
- Regie: Jack Bender, Stephen Williams, Tucker Gates, Paul A. Edwards, Eric Laneuville, Kevin Hooks, Greg Yaitanes, J.J. Abrams, Karen Gaviola
- Medium: Blu-ray
- Laufzeit: ca. 795 Minuten
- Label: Buena Vista Home Entertainment
Beschreibung
Kurzbeschreibung
LOST Die komplette sechste Staffel besticht auf fünf Discs mit einem packenden Finale voller Action und Hochspannung. In der letzen und wohl spannendsten Staffel der gefeierten Mystery-Serie wird endlich das heißersehnte Rätsel um den Absturz des Oceanic-Fluges 815 gelüftet. Die Explosion der Wasserstoffbombe hat enorme Auswirkungen auf jeden, der mit der mysteriösen Insel in Verbindung steht: Realitäten verschieben sich, und für Sawyer, Hurley, Miles, Jack, Kate, Juliet, Jin und Sayid beginnt ein erneuter Zeitsprung ins Jahr 2007. Begeben Sie sich ein letztes Mal in die geheimnisvolle Welt der Insel und seien Sie hautnah dabei, wenn die Überlebenden gegen ihr eigenes Schicksal ankämpfen. LOST Die komplette sechste Staffel sorgt mit 17 fesselnden Episoden und aufregendem neuen Bonusmaterial für einen würdigen Abschluss des gefeierten TV-Ereignisses!
Episoden:
Disc 1:
01 Los Angeles, Teil 1
02 Los Angeles, Teil 2
03 Taxi in die Freiheit
04 Der Stellvertreter
Disc 2:
05 Der Leuchtturm
06 Bei Sonnenuntergang
07 Dr. Linus
08 Kundschafter
Disc 3:
09 Seit Anbeginn der Zeit
10 Die Fracht
11 Bis ans Ende ihrer Tage
12 Alle lieben Hugo
Disc 4:
13 Der letzte Rekrut
14 Der Kandidat
15 Über das Meer
16 Wofür sie gestorben sind
Disc 5:
17 Das Ende (Teil 1)
18 Das Ende (Teil 2)
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
143 von 170 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ein TV Ereignis geht zu Ende und lässt Raum für eigene Interpretationen. Großartig!
Von Sebastian Schlicht
Das größte TV Ereignis aller Zeiten geht zu Ende. "LOST" schaffte den Durchbruch im Jahre 2004. Plötzlich war jeder angesteckt vom Mysterium. "LOST" war nicht nur eine Geschichte über einen Flugzeugabsturz, sondern eine Geschichte über das Leben und wie man es sehen kann. Keine Serie versteht oder verstand es Science Fiction, Horror, Action und Drama so nah beieinander zu kreieren, ohne das es irgendwie unecht wirkte, wie das Serienhighlight von J.J. Abrahams. Jeder, der von der ersten Staffel an von "LOST" begeistert war, der hat sicher auch alle Staffeln mitverfolgt, so auch die sechste und letzte Staffel!
Natürlich war das Warten nach dem gnadenlosen Cliffhanger vom 5. Staffelfinale unerträglich! Und weil es ja schließlich die letzte Staffel einer Serie mit Unmengen an Mysterien war, verlangten die Fans auch nach Lösungen und Erklärungen. Was hat es mit den Zahlen auf sich? Wer ist Jacob? Was ist das große Geheimnis der Insel? Sind alle eigentlich tot oder noch am Leben? Mit diesen Ansätzen gingen wir LOST- fans nun in den finalen Auftakt der definitiv spannendsten und fesselndsten Serie aller Zeiten!
!VORSICHT WEGEN EVENTUELLER SPOILER!
"LOST" geht genau da weiter, wo es in Staffel 5 aufgehört hat: Nachdem die Wasserstoffbombe hoch ging fiel wachen alle im Dschungel auf und befinden sich wieder in der Gegenwart. Jedoch scheint etwas anders zu sein. In einer anscheinenden Parallelzeit sehen wir einen Oceanicflug, der nicht abstürzt und ohne Probleme in Los Angeles ankommt. In dieser Welt scheinen die üblichen Charaktere wie immer zu sein, aber nur auf den ersten Blick...
In der Gegenwart geht die Geschichte dramatische Wege: Locke entpuppt sich als der schwarze Rauch und verfolgt nun ein Ziel. Jedoch hat dies nicht nur Folgen für die Insel...
Mehr möchte ich nicht schreiben, weil ich wahrscheinlich zu viel verraten würde. Fakt ist jedoch, dass die eigentliche Geschichte erst dann beginnt. Schon ab den ersten beiden Episoden ("LAX I" und "LAX II") merkt man, dass "LOST" langsam auf ein Ende hinausläuft.
Dabei achtet die Serie wieder Mal auf jeden einzelnen Charakter, der in jeder neuen Folge analysiert wird. Diesmal gehen die Produzenten aber in eine ganz andere Richtung:
Mit den sogenannten "Flash Sideways" sehen wir immer das Leben eines Losties in der "Parallelwelt". Das mag zunächst eigenartig klingen und aussehen, aber nach mehreren Folgen entdeckt man, dass viel mehr dahinter steckt, als nur eine simple "Was wäre wenn?" Alternative!
Dennoch gibt es zwei Ausnahmen: In "Seit Anbeginn der Zeit" ("Ab Aeterno" klingt viel besser!) und "Übers Meer" werden die guten alten Flashbacks wieder benutzt und zeigen die wohl besten Rückblenden überhaupt in "LOST"! Aber später mehr dazu...
Die wichtigsten und neusten Elemente in der letzten Staffel sind neben den Flash Sideways zum Beispiel der Tempel und die Fokussierung auf Jacob und den Mann in Schwarz und deren "Spiel". Darauf baut ein Großteil der Staffel auf, während die Darma Initiative und das Thema des Zeitreisen so gut wie gar nicht mehr angestoßen werden. Aber warum auch, für mich haben sich diese Themen erledigt und sind in sich abgeschlossen. Jetzt geht es um das letzte große Mysterium, dass "LOST" so interessant gemacht hat: Zufall und Schicksal, Wissenschaft und Glaube.
Endlich erfahren wir wer Jacob ist, warum er auf der Insel ist, was es mit dem Mann in Schwarz auf sich hat und was das Geheimnis der Insel ist. Viele werden jetzt fragen: Wo sind denn die Antworten?
Die letzte Staffel hat nicht umsonst jede Menge Kritiken bekommen und wird von vielen Fans als grauenvoller Abschluss angesehen. Denn die so dringenden Antworten, auf die alle gewartet haben werden nicht alle so überraschend geliefert, wie man das sich vielleicht gewünscht hat. Einige Sachen scheinen nicht gelöst worden zu sein und besonders die zweite Hälfte der Staffel geht sehr ins Spirituelle und Abergläubische. Da viele auf eine große und logische Antwort gehofft haben, die wirklich jedes Problem in "LOST" klärt, wurden die Meisten enttäuscht. Ist die Serie deshalb eine große Vera*sche? Nein!
Carlton Cuse und Damon Lindeloff geben im letzten Akt viel Raum für eigene Interpretationen und Ansichtsweisen. Das merkt man vor Allem in "Das Ende"... Fast jeder hat eine andere Ansicht vom Ende und interpretiert es anders. Aber darauf will ich gar nicht weiter eingehen um mich nachher den unzähligen Kritikern auszuliefern. Ich sage nur, dass man nicht mit der Erwartung ran gehen darf, in der man sich eine 100 %ige Lösung erhofft, man muss sich auf etwas einstellen, das zwar einfach aber auch effektiv sein kann!
Doch bevor wir uns dem Ende nähern gibt es da noch Einiges zu erwähnen:
Es gibt wieder ein paar neue Figuren, aber im Zentrum stehen hauptsächlich die altbekannten Charaktere, die von Anfang an dabei sind. Erwähnenswert ist, dass (fast) alle Figuren, die wir im Laufe der sechs Jahre ins Herz geschlossen haben, nochmal auftauchen werden. Und alle werden eine Rolle spielen im großen "LOST"- universum. Und endlich werden die Charaktere zentriert, die alle am meisten beschäftigt haben. Zunächst Richard Alpert, der nicht altert und mittlerweile ein allgemeiner Liebling der Fans ist. In "Ab Aeterno" erfahren wir seine Geschichte und warum er so ist, wie er ist. Und wir sehen hier die wahrscheinlich beste Episode von "LOST" (für die, die "Das Ende" schrecklich fanden...) Nestor Carbonells Leistung hier ist unglaublich!
Und Jacob und der Mann in Schwarz erhalten eine große Rückblende in "Übers Meer", in der nicht nur das Geheimnis der Insel gelüftet wird, sondern auch eine Frage beantwortet, die seit der ersten Staffel besteht... Für Einige werden diese beiden Folgen die Interessantesten in dieser Staffel sein.
Doch es gibt noch viele andere Höhepunkte: Gegen Ende nimmt die Serie ein unglaubliches Tempo auf und die eine oder andere überraschende Wendung wird den Zuschauer vom Hocker reißen und ihn mitleiden lassen ("Der Kandidat").
Nun zum Dreh- und Angelpunkt der gesamten Serie: "Das Ende". Die Doppelfolge von "LOST" ist insgesamt 100 Minuten lang und bietet ein Filmformat der Serie. Alles wirkt in diesen letzten Minuten, wie ein Hollywoodblockbuster, aber da steckt mehr dahinter! Das Finale ist groß, laut, bombastisch, mitreißend und voller Gefühl und liefert uns ein sehr seltsames aber dennoch logisches Ende. All das wirkt anfangs sehr großartig, aber nach dem Anschauen werden viele ein Gefühl von "Das solls jetzt gewesen sein?" haben. Ich selbst hatte dieses Gefühl, aber nach einer Weile und vielen Überlegungen und eigenen Gedanken gewinnt dieser Abschluss von "LOST" einen gewissen Charme. Für mich ist das Finale einfach umwerfend, nicht nur weil es ein Ende für die Charaktere von "LOST" ist, sondern weil man sich selbst eine Antwort zusammenbasteln muss. Die Puzzleteile sind die sechs Staffeln und all die ergeben ein großes Bild. Ein Bild mit Lücken, die man selbst füllen kann. So sehe ich "LOST"!
Und ganz unter uns: Die letzte halbe Stunde liefen bei mir ununterbrochen Tränen!
Die Schauspieler leisten wie immer atemberaubende Arbeit, vor Allem die Hauptcharaktere, wie Matthew Fox (Jack), Terry O Quinn (Locke) oder auch Nestor Carbonell (Richard). Und von der Optik und der Atmosphäre lehnt sich die letzte Staffel sehr an die erste an, bleibt aber wie immer. Aber dazu muss man, finde ich nichts mehr sagen.
Außer der Score von Michael Giacchino: Jedes mal hat sich Giacchino übertroffen, so auch in seiner letzten Arbeit. "The Final Season" ist mit Abstand seine beste Arbeit, in der jede Menge neue Themen aufgeführt werden und die alten wundervoll zusammengeführt werden und sich besonders in den letzten Minuten zu einem unvergesslichen Hörvergnügen steigern!
Letztendlich ist meine Meinung diese: "LOST" ist die beste Serie, die ich jemals gesehen habe und das hauptsächlich, weil sie etwas hat, das andere Serien nie haben werden: Eine mitreißende Spannung und das in jeder Folge! Dazu ein Universum an Mysterien, Lebensphilosophien- und ansätzen, wundervollen und echten Charakteren und eine faszinierende Geschichte. Ich werde diese Serie vermissen und damit bin ich sicherlich nicht allein, denn "LOST" hat wahrscheinlich eine der größten Fangemeinden, neben "Star Wars", "Herr Der Ringe" oder "Harry Potter"! Niemals gab es so was und das wird es auch nie mehr geben, davon bin ich überzeugt. Wer seine Erwartungen nicht unendlich hoch schraubt und sich einfach auf diese Staffel einlässt, der wird einen grandiosen Abschluss von "LOST" erleben!
Danke für sechs unvergessliche Jahre!
78 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Enttäuschendes Finale einer genialen Serie! - ACHTUNG SPOILER!!!
Von Michael Schwab
Die letzte Staffel der Serie "Lost" leidet vorallem darunter, dass die Serie bislang stellenweise zu gut um wahr zu sein gewesen ist. Es gab Staffeln (besonders die Staffeln 2,3 und 5), bei denen man kaum in der Lage war, mit dem DVD-Gucken aufzuhören, so spannenden, genial und überraschend waren die Folgen und Wendungen...Eigentlich war mir klar, dass die Macher dieses Niveau in der Auflösung nicht halten können, hat doch jeder Zuschauer seine ganz eigenen Vorstellungen davon entwickelt, was hinter der Insel und den ganzen Mythen steckt. Dass das Finale aber so ein Reinfall würde, hätte ich nicht gedacht...
"Lost" glänzte als Serie besonders durch die kongeniale Einbindung von Rückblenden (Staffeln 1-3) und Vorblenden (Staffel 4), in der 5.Staffel war sogar eine Zeitreise drin.
Für die 6. Staffel hatte man sich (so schien es zumindest in 16 von 18 Folgen) etwas ganz Besonderes einfallen lassen, sogenannte Flash-Sideways, die offenbar in einer alternativen Realität spielen, in der Flug 815 nie abgestürzt ist...zumindest ließ man das den Zuschauer bis zum finalen Zweiteiler glauben...Das mit der parallelen Realität war in der Tat ein gigantisches Konzept.
Auf abstruseste Art und Weise wurden all die Charaktere in dieser Parallelwelt wieder zusammengeführt, was sehr unterhaltsam und erbaulich war, bis man sich am Ende entschieden hat, *SPOILER*, diese "Flash-Sideways" als eine Art Todeserfahrung, Fegefeuer, Zwischenwelt oder weiß der Kuckuck was, à la "Sixth Sense" zu entlarven, womit für mich das ganze Konzept der Staffel in sich zusammenstürzt und man sich als Zuschauer ordentlich verschaukelt vorkommt...
Man hätte es sich zwar denken können! "Was geschehen ist, ist geschehen" war das Mantra der Serie...anders als z.B. in Star Trek gibt es im Lost-Universum leider keine Parallelwelt, stattdessen muss das Leben nach dem Tod herhalten und die Serie endet in einem zwangstranszendenten Wohlfühlmumbojumbo, der mit seinem pseudoesoterischen Kitsch eher an eine entgeisternde Serie wie "Ghost Whisperer" erinnert, als an die einst so geniale Serie "Lost"...
Zwar wurde die Inselhandlung rund um die Gestrandeten, Jacob, das Rauchmonster und die Anderen handwerklich solide zu Ende gebracht, allerdings keineswegs auf visionäre und sehr originelle Art. Geniale, unheimliche und rätselhafte Figuren wie Jacob, Ben Linus, das Rauchmonster, Charles Whitmore oder Richard Alpert werden als ganz gewöhnliche, zerbrechliche und zauderhafte Menschen entzaubert und verlieren dadurch auch rückwirkend ihre unheimliche Aura...
Am Ende bleibt vom Mythos Insel ein rätselhaftes pseudogöttliches Licht, dass nicht sehr viel kreativer ist, als der "geniale" Einfall in der Serie "Battlestar Galactica" am Ende "dem lieben Gott" alles in die Schuhe zu schieben...Wie bei BSG endet auch LOST wieder mit einem Deus Ex Machina-Erlebnis...am Ende ist man also genauso schlau wie vorher...die eigentliche Auflösung beider Serien bekommt der Fan wohl erst im Leben nach dem Tod :-)
Was bleibt ist eine weitere große Enttäuschung. Einen Zweistundenfilm wie "Sixth Sense" oder "The Others" so enden zu lassen ist okay, aber nach 120 Episoden ist solch ein visionsloses Gang-ins-Licht-Ende ein kreativer Offenbarungseid.
Das wirft einmal mehr die Frage auf, ob es sich wirklich lohnt, Serien anzusehen, die wie BSG, LOST oder Heroes über Jahre nur einen einzigen Handlungsbogen durchkauen, wenn diese dann am Ende dann so enttäuschend zu Ende gebracht werden (oder gar nicht wie bei Heroes!)
Man kann es natürlich nie allen Recht machen, aber das ist wohl das Problem dieser Art von Serie. Ich persönlich bevorzuge Serien mit abgeschlossenen Einzelepisoden wie Star Trek oder Doctor Who, die nicht zwanghaft auf ein großes Finale hinarbeiten, das am Ende beinahe zwangsläufig einen Teil der Fangemeinde enttäuscht zurücklassen muss...
Eine der besten Serien der TV-Geschichte endet mit einer großen Enttäuschung. Diese Serie hat so viel mehr Potential und es ist schlichtweg unbegreiflich, wie die Macher dieses Potential in einer laxen Wir-müssen-alle-mal-sterben-Story vergeuden konnten...
36 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Leider ein schwaches Ende!
Von Ardour
ACHTUNG SPOILER!
Ich sehe die finale Staffel mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Mit einem lachenden, weil nichts die vielen 100 Stunden erstklassiger Mystery-Unterhaltung, die diese große Serie mir beschert hat, ungeschehen machen kann. Lost hatte seinen Platz in meinem Serien-Olymp schon vor der 6. Staffel sicher, und irgendwie war mir auch schon klar, dass die Antworten auf die unzähligen Rätsel mehr auf was gleichnishaft-philosophisches hinauslaufen würden. (Und irgendwie war ich allmählich sogar froh, dass ein Ende in Sicht war, weil mir bei aller Liebe doch allmählich der Faden zu reißen drohte, wenn bspw. der nächste Trupp Unbekannter auf der Insel landete, die nächste mysteriöse Dschungelexpedition durchgeführt wurde, die nächste Bombe entschärft werden musste etc. Vieles davon kennt man einfach mittlerweile.)
Das weinende Auge habe ich, weil ich mir angesichts der letzten Folge verschaukelt vorkomme. Ich habe Lost eigentlich immer als einen eigenen Kosmos von Geheimnissen gesehen und bin aufgegangen in Spekulationen und den pseudowissenschaftlichen Erklärungsansätzen, die die Serie ja reichlich anbietet. Auch die Aussagen der Produzenten ließen da keine Zweifel offen. Es hieß ja immer, man folge einem von Anfang an feststehenden Masterplan. Es wurde schon früh (ich glaube, Mitte der zweiten Staffel) eine feste Anzahl Folgen/Staffeln mit ABC vereinbart, so dass man wissen konnte, wie viel Zeit für die Geschichte und ihre einzelnen Abschnitte vorhanden war. Und sorry, aber gemessen an diesen auch selbst gesetzten Ansprüchen ist "Das Ende", auf das die ganze Story angeblich von Anfang an hinausgelaufen ist, fraglos eine große Enttäuschung. Konzentrieren auf die Charaktere hin, manche tatsächlich gegebene Antwort her, unterm Strich bleibt dermaßen viel offen, dass die angebotene Lösung - soweit überhaupt erkennbar - einfach zu billig wirkt. Eine kleine Versöhnung kann hier nur die Jacob-Folge bieten, in der zwar ebenfalls Entscheidendes fehlt, aber wenigstens auch mal Antworten kommen und eine Richtung eingeschlagen wurde, die ich mir auch für den Schluss gewünscht hätte, also z. B. ein Flashback zu dem Volk, von dem die ganzen uralten Kultstätten stammen. Statt dessen haben sich einfach alle lieb und gehen zusammen ins große Licht. Und mit ihnen gehen die vielen kleinen und großen Handlungsfragmente und irgendwie leider auch ein klein wenig der ganze Sinn von Lost. Jack wird schließlich doch vom Mann der Wissenschaft zum Mann des Glaubens und lässt endlich los, alles und komplett, und gleiches ist wohl auch vom Zuschauer erwartet worden.
Ich kann Lost nicht mehr ganz so unbedenklich weiterempfehlen wie früher, denn jetzt gibt es eine Einschränkung: Die Serie ist toll, aber versprich dir nicht zu viel vom Ende! Andererseits kennt man ja nicht eingelöste Versprechen von Mystery-Serien zur Genüge. Bei den seligen X-Akten etwa war ja am Ende auch schwer die Luft raus, und trotzdem hat die Serie ihren Platz in der Geschichte behalten.
Die Staffel selbst fand ich ebenfalls insgesamt eher schwach, weil ich ein funktionierendes Staffelkonzept, wie es das in den Jahren vorher gab, vermisst habe. Die "Seitwärtsblenden" sind eine Zeit lang ein faszinierendes Spielzeug, werden dann aber geradezu kläglich aufgelöst. Die anfangs interessante Geschichte um den Tempel bricht mehr oder weniger ab, mir ist nicht mal klar geworden, was es nun letztlich mit der ganzen Anlage auf sich hatte. Gleiches galt für den anderen Sub-Plot mit Charles Widmore. Wie der nun in das große Spiel passt oder was er überhaupt auf der Insel wollte, ist mir leider ebenfalls verschlossen geblieben. Die möglichen Staffelkonzepte enden im Irgendwo und tragen nicht.
Ansonsten gibt es natürlich jede Menge Referenzen an Staffel 1 und Wiedersehen mit alten Bekannten, daher vielleicht auch etwas mehr Tränendrüse als sonst, und so können diverse kleine Handlungsbögen rund gemacht werden. Meine persönlichen Lieblinge sind die Folgen über Richard und Jacob. Da war das alte Lost-Gefühl noch einmal wieder richtig da, ansonsten fand ich zu meinem großen Bedauern, dass diesmal das Abgleiten in die Beliebigkeit nur knapp vermieden werden konnte. Irgendwas muss da einfach schief gelaufen sein, anders kann ich mir die Gesamtqualität der Staffel - der am längsten im Voraus planbaren - nicht erklären. Gute Ansätze sind fraglos vorhanden und manche Frage wird sogar beantwortet, aber bei mir hat sich im Laufe des Schauens immer mehr der Eindruck verfestigt, als hätten die Macher zu oft gezögert und gezaudert und sich irgendwann halt zum Maximum des Ungefähren entschlossen.
Aber noch mal, insgesamt bleibt Lost als ambitionierteste Mystery-Serie überhaupt trotz allem ein echter Stern im Serienhimmel. Danke für die grandiosen Staffeln 1 bis 3 und selbst für den - bei der hohen Erwartungshaltung wohl unvermeidlichen - allmählichen Niedergang, den ich immer noch unterhaltsamer fand als viele andere Serien zu ihren besten Zeiten!
Drei Sterne (inkl. Fan-Bonus).