Mathilde - Eine große Liebe
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Durchschnittliche Kundenbewertung:(28 Kundenrezensionen )
Produktbeschreibung
Mathilde - eine große
Produktinformation
- Verkaufsrang: #5331 in DVD
- Erscheinungsdatum: 2008-05-02
- Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
- Formate: Dolby, PAL, Surround Sound
- Untertitel in: Deutsch, Englisch, Arabisch, Norwegisch, Hebräisch
- Anzahl Disks: 1
- Länge: 128 Minuten
Beschreibung
VideoMarkt
Januar 1917. Fünf französische Soldaten werden in den sicheren Tod geschickt, weil sie sich absichtlich selbst verstümmelt haben, um so dem Grauen des Krieges entrinnen zu können. Einer von ihnen ist Maneche, der Verlobte von Mathilde. Weil diese einfach nicht glauben will, dass ihr Geliebter auf dem Schlachtfeld sein Leben ließ, heuert sie einen Privatdetektiv an, der die Suche nach ihm aufnehmen soll. Gleichzeitig beginnt Mathilde eigene Recherchen anzustellen und stößt dabei auf abenteuerlichste Hinweise und erfährt skurrilste Anekdoten.
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Auch die zweite Zusammenarbeit zwischen Audrey Tautou und Jean-Pierre Jeunet nach "Amélie" lässt sich in keine Genre-Schublade pressen. Komisch zwar, doch weit entfernt, eine Komödie zu sein, sehr tragisch, doch ganz und gar keine klassische Tragödie, ein Film über den Krieg, doch deshalb noch lange kein Kriegsfilm. Die rehbraunen Augen von Tautou, tricktechnische Zaubereien und der wunderbare melodramatische Plot machen die 47 Millionen Euro schwere Produktion zu einem Tipp für alle Filmfreunde.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Jean-Pierre Jeunets neuer Superhit: Die "fabelhafte Amélie" heißt jetzt "Mathilde" und sucht nach ihrem im ersten Weltkrieg verschollenen Verlobten.
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ein Meisterwerk über die Schrecken des Krieges und die Schönheit der Liebe
Von Woodstock
1917, mitten im schlammigen Schützengraben "Bingo Crepuscule" an der Somme beginnt dieser wünderschön-schreckliche Film. Fünf französische Soldaten wurden wegen Selbstverstümmelung zum Tode verurteilt und werden zwecks ihrer Hinrichtung in das Niemandsland zwischen den deutschen und französischen Stellungen geschickt.
Grau und verregnet ist der Tag und hoffnungslos die Aussicht der Verurteilten diese Strafe zu überleben. Jeder von ihnen hat seine eigene kleine Geschichte, Freunde oder Familie, die er zurücklässt. Der jüngste von ihnen ist Manech (Gaspard Ulliel), Mathildes Verlobter.
Mathilde (Audrey Tautou) ist die bezaubernde und liebenswürdige Heldin dieses Films, die leuchtende Seele, die diesem trostlosen Kriegsepos Farbe, Freude und Hoffnung verleiht.
Als Kind hat sie ihre Eltern verloren und erkrankte an Kinderlähmung, doch sie ließ sich nicht unterkriegen. Von Onkel und Tante in der Bretagne liebvoll großgezogen und von Kindesbeinen an mit Manech zusammen, wird sie eine starke, kluge und freundliche junge Frau. Als sie die Nachricht erhält, ihre große Liebe Manech sei an der Somme gefallen, glaubt sie nicht an dessen Tod. Jahre nach dem Krieg macht sie sich sogar auf die Suche nach ihm.
In detektivischer Kleinarbeit verfolgt sie nun jede noch so abwegige Spur. Voller Spannung erlebt man als Zuschauer wie sich aus einem Geflecht von Erzählungen verschiedener Augenzeugen die Geschichte der fünf Verurteilten und auch die von anderen Soldaten aus dem Schützengraben "Bingo Crepuscule" ergibt. Zusammen mit Mathilde erhält man schließlich ein sehr trauriges Bild der Ereignisse von damals. Immer wieder wird Mathildes Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Manech zunichte gemacht und doch gibt sie nicht auf bis sie endlich Gewissheit hat.
Wundervoll!
In all seiner Schrecklichkeit ist dieser französisch-amerikanische Film doch eine gefühlvolle Romanze und mit etwas Wohlwollen sogar eine sehr spannende Detektivgeschichte - immerhin gibt es sogar ein paar mysteriöse Mordfälle im Zusammenhang mit diesen fünf Verurteilten. Es ist ein wundervoll-hoffnungsvoller Film, ein detailfreudiges optisches Kunstwerk, das zwischen trostlosen Grau-Szenen in den mörderischen Schützengräben und bunten, fröhlichen Bildern aus der Bretagne und dem nach dem Kriege wiedererwachenden Paris der frühen zwanziger Jahre hin und herwechselt.
Ein Film, der trotz seiner Schreckensbotschaft und mancher grauenvoller Filmsequenzen dennoch die Hoffnung und den Glauben an das Gute aufrecht erhält.
Aber das Bemerkenswerteste an diesem Film ist sicherlich Audrey Tautou, einst als fabelhafte Amélie und nun als lebenshungrige und unbeugsame Mathilde, bezaubert alleine ihre graziöse Erscheinung und ihr traurig-kluger Blick den Zuschauer. Gegen die natürliche Anmut dieser Frau wirkt jede amerikanische Filmschönheit wie eine Plastikbarbie. Dass Audrey Tautou darüber hinaus auch noch göttlich schauspielern kann, kommt dem Film - ganz nebenbei möchte man meinen - zusätzlich zu Gute. Aber auch die restliche Riege der Darsteller kann sich wahrhaft sehen lassen. Eine großartige, scheinbar ungeschminkte Jodie Foster in einer Nebenrolle verblasst sogar beinahe gegenüber den anderen Nebenrollen. (Ticky Holgado als Detektiv Germain Pire, Chantal Neuwirth als Tante Bénédicte oder der radfahrende Postbote um nur einige zu nennen).
Fazit:
Das Beste, was das französische Kino in den letzten 30 Jahren hervorgebracht hat.
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Bunte Bilder, ein dramatischer Plot und komödiantische Züge nach Jeunets Art - Modernes französisches Cinéma
Von Bücher-Liebhaberin
Mathilde ist mit dem neunzehn Jahre jungen Manech verlobt, der für Frankreich im ersten Weltkrieg dienen muss. Er und 4 weitere seiner Kameraden begehen Selbstverstümmelung, um den alltäglichen Grauen und Schrecken des Krieges, zu entgehen. Dafür werden sie alle zum Tode verurteilt. Nach Ende des Krieges macht sich Mathilde auf die Suche nach ihrer großen Liebe, denn sie glaubt einfach nicht daran, dass Manech tot ist...
Der Film ist ganz im Stil von "Die fabelhafte Welt der Amélie", dank Jeunet als Regisseur, der auch hier sehr viele bunte Bilder, besondere Kameraeinstellungen und stilistische Griffe einfügt, die den Film so besonders französisch und markant auszeichnen. "Mathilde - Eine große Liebe", klingt als Titel möglicherweise etwas kitschig und dies verdirbt dem ein oder anderen vielleicht die Lust ihn anzusehen, doch er ist allemal sehenswert, er besitzt: Gefühl, Humor, Action und auch Anspruch. Es ist also kein reiner Kriegsfilm, denn der Streifen hat noch komödiantische Elemente, verbunden mit der Veranschaulichung der unendlichen Unbegreiflichkeit der Qualen des ersten Weltkriegs und schöne Drehorte, die das ganze Flair tief unterstreichen. Wenn man Jeunets Stil in etwa kennt und mag, sollte man diesen Film ansehen, und selbst wenn nicht: man wird die Figur Mathilde irgendwie liebgewinnen und nicht enttäuscht sein nach einmaligem Sehen. Insofern kann man "Mathilde" allemal sehen und großzügige Empathie mit der Protagonistin entwickeln, deren Handeln und Denken man bestimmt schon von sich selber kennt, wenn sie z.B. im Zug sitzt und hofft: "Manech ist tot wenn in 7 Sekunden nicht der Kontrolleur vorbeikommt. Eins, zwei, drei, vier (die Augen füllen sich bereits mit Tränen), fünf..." Und plötzlich kommt ein Mensch, der sagt: "Die Fahrkarten bitte, April, april!"
Die Besetzung ist natürlich dementsprechend hochkarätig: Audrey Tautou (Die fabelhafte Welt der Amélie), Marion Cotillard (La Vie en Rose) und sogar die amerikanische Jodie Foster spielen hier mit! 5 Sterne für einen durchaus sehenswerten Film in dieser Kategorie!
Dieser Text wurde von einer 18-jährigen verfasst.
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Umwerfend starker Bilderfilm
Von Ray
Jeunet lässt sich immer sehr viel Zeit mit seinen Filmen, die Liebe zum Detail und eine originelle Gestaltung ist auffallend. Für die Produktion seiner Filme benötigt er in der Regel mehrere Jahre. "Mathilde" ist der Nachfolgefilm des Welterfolgs "Die fabelhafte Welt der Amelie" und hatte es sicherlich im Vergleich nicht leicht. Wieder ist die ausdrucksstarke und verletzlich wirkende Audrey Tatoo die Hauptdarstellerin dieses Films, der visuell einfach atemberaubend daherkommt.
Da der Film zu einem grossen Teil von Amerikanern finanziert wurde, entschied ein französisches Gericht, dass der Film kein eindeutig französisches Werk sei, diese Gerichtsentscheidung verhinderte die Präsenz von "Mathilde" bei diversen Preisverleihungen (Felix, Oscar "best foreign language film" und Festivals wie Cannes.
Der Streifen wäre ansonsten aufgrund seiner opulenten, melodramatischen Machart prädestieniert dafür, bei solchen Events Preise einzukassieren.
Aber immerhin gewann er 5 Cesars und wurde beim Oscarrennen gerechterweise immerhin in den Kategorien Cinematography und Art Direction nominiert.
Thema des Films ist die Kraft und Ewigkeit der Liebe, die stärker ist als Vernunft.
"Wenn Maneche tot wäre, dann würde ich das spüren" sagt Mathilde und dieser Glaube bringt diese unglaubliche Geschichte in Gang.
Mathilde ist Waise, durch eine Kinderlähmung gehbehindert und wächst bei Onkel (Dominique Pinon) und Tante (Chantal Neuwirth) in einem idyllischen küstendorf mit Leuchtturm in der Bretagne auf. Ihr Schulfreund Maneche wird später ihr Geliebter, aber der 17jährige Maneche (Gaspard Ulliel) muss in den Krieg. In den Schützengräben wartet der unvorstellbare Horror und im Januar 1917 verurteilt ein Kriegsgericht fünf junge Soldaten wegen Selbstverstümmelung zum Tod: In der Nacht werden sie aus einem "Bingo Crepuscule" genannten Schützengraben in das schmale Gebiet zwischen französischen und deutschen Linien getrieben, wo praktisch keine Überlebungschancen bestehen - einer davon ist Maneche.
Er gilt zunächst als vermisst, dann als tot - Mathilde will 3 Jahre nach Ende des Krieges immer noch nicht daran glauben. So engagiert sie einen Privatdetektiv und macht sich selbst auf die Suche....
In schönen Nebenrollen tauchen auch Stars wie Jodie Foster und Marion Cottilard auf.
Der Film schafft durch seine atemberaubende visuelle Kraft eine der gelungensten Thematisierungen des Ersten Weltkrieges, den Horror des deutsch-französischen Stellungskrieges. Dem gegenüber wird eine verklärte gefühlsgefärbte Sicht auf "Zuhause" vorgenommen - liebenswerte und auch grotesk wirkende Charaktere kommen immer in Jeunets Kosmos vor, so auch hier. Zu einem weiteren künstlerischen wie dramaturgischen Mittel gehört auch der ständige Wechsel der Perspektiven, diverse verschiedene Handlungsstränge kommen hinzu - auch das Schicksal der anderen Soldaten wird beleuchtet - bis zum Ende der Suche, wohin auch immer sie führt.
"Mathilde" dürfte sowohl der typische Frauenfilm als auch der optimale Film zu Weihnachten sein, er hat mich auch durch diese visuelle Perfektion und mit seinem märchenhaften Charme erobert. Man muss ja nicht immer Realist sein...